Histoire contemporaine du Luxembourg

Contemporary Russia: Gefangen im Kreml - Die russischen First Ladies

Als 1917 die Revolution Frauen den Männern gleichstellt, ist die Sowjetunion das fortschrittlichste Land der Welt: Frauen dürfen wählen, studieren und in die Politik gehen.

Allen voran Nadeschda Krupskaja, die Ehefrau und Kampfgefährtin von Revolutionsführer Lenin. Mit seinem Nachfolger Stalin jedoch verschwinden die Frauen im Kreml wieder von der Bildfläche. Der Diktator entmachtet Krupskaja, seine Ehefrau Nadeschda Allilujewa darf nicht mehr öffentlich auftreten. Sie vereinsamt und nimmt sich 1932 das Leben. Den anderen Kremlfrauen verordnet Stalin ein traditionelles Lebensmodell, das bis heute gilt. Während damals gewöhnliche Russinnen zur Arbeit gehen mussten, bleiben sie meist unfreiwillig zuhause. So ergeht es auch Nina Petrowna, der Lebensgefährtin von Nikita Chruschtschow, und der Ehefrau von Leonid Breschnew, Viktoria Breschnewa. Beide geben zugunsten der Karriere ihrer Männer den Beruf auf und ebnen damit ihren Männern den Weg an die Spitze des Staates.

Dies ändert sich erst gegen Ende der Sowjetunion. Trotz politischer Umwälzungen wird auch von Raissa Gorbatschowa, der Ehefrau von Michail Gorbatschow erwartet, dass sie sich zurückhält und gehorcht. Doch sie lehnt sich auf und handelt eigenständig. Am Ende zerbricht die Frau des großen Reformers, Raissa Gorbatschowa, am starren Kremlapparat.

Nur einer gelingt es, sich aus dem Bann der Macht zu befreien: Ljudmila Putina.

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